Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum E-Auto-Laden
Die LadeGuide App analysiert deine geplante Route unter Berücksichtigung von Fahrzeugdaten, aktueller Reichweite und Batterietemperatur.
Hauptfunktionen:
- Routenplanung (A nach B): Die App berechnet optimalen Pfad basierend auf Ladeinfrastruktur, verfügbaren Ladestationen und deinem Fahrzeugtyp.
- Vorausschauende Kostenberechnung: Nutzt aktuelle Preisdaten von verschiedenen Anbietern für kostengünstige Ladestopps (Stoßzeiten, günstigere Pässe nutzen).
- Batteriezustands-Integration: Berücksichtigt aktuellen Batteriestand. Bei 80%+ wird AC-Laden an Ziel priorisiert, DC nur bei dringendem Bedarf.
- Abonnement-Strategie: Vorhersage wann sich ein Abonnement (z.B. IONITY Passport) lohnt, um Langstreckenkosten zu minimieren.
Batterie-Lebensdauer: Ein Ladebereich zwischen 20 und 80 % verlängert die Lebensdauer der Batterie erheblich.
Lade-Phasen erklärt:
| Batterie-Ladung | Geschwindigkeit |
|---|---|
| 0 %–50 % | Schnellst-Phase (maximale Leistung) |
| 50 %–80 % | Noch recht schnell, aber Ladekurve wird flacher |
| 80 %–100 % | Deutlich langsamer – das letzte Zehntel kann doppelt so lang dauern wie der Rest |
Die Ladekurve im Detail — was sie beeinflusst und wie du sie für deine Ladeplanung nutzt.
Ausnahme: Vor sehr langen Fahrten kann die Batterie ohne Probleme auf 100 % geladen werden.
Für Langstrecken kommt primär High-Power-Charging (HPC, DC-Schnellladen über 150 kW) infrage, das in ca. 10 bis 30 Minuten mehrere hundert Kilometer Reichweite nachlädt.
Kurzübersicht:
| Ladetechnologie | Dauer (10 %–80 %) |
|---|---|
| AC-Laden (Wallbox, 3,7–22 kW) | 4 bis 8 Stunden |
| DC-Schnellladen (50–150 kW) | 30 bis 50 Minuten |
| HPC (High-Power, 150–400+ kW) | 15 bis 25 Minuten |
Für Übernachtungen ist AC-Laden sehr effektiv – hier kann man günstig nach Hause laden.
Ladekarten (auch Mobile Billing Provider, kurz MBS) sind digitale Zugangsmittel für das Laden an öffentlichen Ladestationen. Sie ersetzen den umständlichen Weg über einzelne Anbieter-Apps an jeder Säule.
Funktionsweise:
- Digitaler Schlüssel – Eine Karte, ein QR-Code oder eine App als Zugang zu tausenden Ladestationen.
- Roaming-Technologie – Die Ladekarte verbindet verschiedene Betreiber-Netzwerke (CPOs) über einen einzigen Vertrag (was e-Roaming ist und was es kostet).
- Zentrale Abrechnung – Alle Ladekosten auf einer monatlichen Rechnung, übersichtlich und planbar.
| Fahrprofil | Empfohlene Lösung | Kosten (ca.) |
|---|---|---|
| Zuhause + Alltag | ADAC e-Charge | ab 5 €/Monat |
| Vielfahrer / Langstrecke | IONITY Passport (monatlich kündbares Abo) + EnBW mobility+ | ab 20 €/Monat |
| Tesla-Fahrer (Hin und Zurück) | Chargemap Go Pass (Freemium-Option) | Kostenlos mit Limit |
| Ad-hoc-Nutzer | Kreditkarte / QR-Code (Aral pulse, Shell) | Pay-as-you-go |
Aktions-basierte Optimierung:
- Batterietemperatur-Management: Nutze die Vorklimatisierung über das Infotainment, um eine ideale Temperatur von 20 bis 25 Grad zu erreichen. Dies maximiert die Ladegeschwindigkeit!
- Ladebereich-Optimierung: Der LadeGuide berechnet für jedes Elektrofahrzeug den optimalen Ladebereich basierend auf der Ladekurve des konkreten Fahrzeugmodells.
- Automatische Routenplanung: Spezialisierte Plattformen planen notwendige Ladestopps automatisch entlang deiner Route unter Berücksichtigung des aktuellen Batteriestands.
THG-Prämie ist die Auszahlung, die du als E-Auto-Halter bekommst, wenn dein Fahrzeug CO₂ einspart und du diese Einsparung als Zertifikat im THG-Quotenhandel vermarkten lässt. Halter von reinen Batterie-Elektrofahrzeugen (M1/M2, deutsche Zulassung) können ihre Einsparung beim Umweltbundesamt zertifizieren lassen; Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen. Pro Fahrzeug und Quotenjahr einmal.
Wichtig zu wissen:
- Steuer: Für Privatpersonen steuerfrei, bei gewerblicher Nutzung steuerpflichtig.
- Höhe: heute rund 300 Euro pro Jahr pro Fahrzeug — je nach Quotenjahr und Marktlage.
- Wer verkauft: du kannst selbst verkaufen (aufwändig) oder einen Vermarkter wie LadeGuide nutzen, der die Zertifikate bündelt und die Auszahlung an dich zahlt.
Einfach erklärt: THG-Quote & THG-Prämie — der komplette Mechanismus, die Rechte der Halter und wie LadeGuide die Auszahlung direkt an dich zahlt.
Ein CPO (Charge Point Operator) ist der Ladepunktbetreiber: Er betreibt, überwacht und wartet die Ladesäule, behebt Störungen, legt die Preise am Ladepunkt fest und stellt die Ad-hoc-Bezahlung (Terminal oder QR-Code) bereit.
CPO = der Betreiber der Ladeinfrastruktur (Hardware, Wartung, Preis am Ladepunkt). eMSP (E-Mobility Service Provider) = dein Vertragspartner — er bietet Zugang per App und/oder Ladekarte mit vertraglich festgelegten Tarif. Ein Unternehmen kann beide Rollen gleichzeitig übernehmen.
Ein eMSP (E-Mobility Service Provider) ist der Fahrstromanbieter: Er ermöglicht dir per App und/oder RFID-Ladekarte den Zugang zu Ladestationen verschiedener Betreiber (CPOs) — über Roaming-Plattformen — und wickelt die Abrechnung mit dir ab.
Eigentümer ist, wer die Station gekauft und aufgestellt hat — eine Immobiliengesellschaft, ein Supermarkt, ein Parkraumbetreiber oder eine Kommune. Die Betriebsverantwortung trägt häufig eine andere Rolle: der CPO. Eigentum und Betrieb fallen also nicht immer zusammen.
Ein PSP (Payment Service Provider) ist der Zahlungsdienstleister hinter der Ad-hoc-Kartenbezahlung an der Ladesäule (z. B. Visa, Mastercard). Das Backend des CPOs kommuniziert mit dem PSP, damit deine Kredit- oder Debitkarte ohne Vertrag funktionieren kann.
Roaming-Plattformen (z. B. Hubject WAVE, Gireve) vernetzen eMSPs und CPOs: Sie vermitteln die vertraglichen Verbindungen, die Freischaltung deiner Karte an fremden Stationen und den Datenaustausch — so funktioniert eine Ladekarte an vielen verschiedenen Stationen.
Das Clearing-Haus (in Deutschland u. a. e.clearing) rechnet die Ladevorgänge technisch ab: Welche Station wurde von wem genutzt, mit welchem Vertrag — und wer zahlt wem was zu. Für dich als Fahrer läuft das komplett in Hintergrund.
Ad-hoc-Laden heißt: du ladest ohne vorherigen Ladevertrag — direkt an der Station per Kredit-/Debitkarte am Terminal oder QR-Code. Ein Ad-hoc-Ladedienstleister macht genau das möglich. Seit der AFIR-Regelung muss das an öffentlichen Lade punkten über 50 kW überall verfügbar sein; die Preise liegen dabei häufig über dem Abo-Preis.
Der Endnutzer bist du — wer das Fahrzeug lädt (selber oder beauftragt), den Ladevorgang startet und die Rechnung bekommt. Je nach Weg (Ad-hoc oder Ladekarte) sind zwischen dir und der Ladesäule unterschiedlich viele Rollen im Spiel.
OCPP (Open Charge Point Protocol) ist der offene Kommunikationsstandard zwischen Ladesäule und Backend, von der Open Charge Alliance (OCA) betrieben. Über OCPP laufen Authentifizierung, Fernsteuerung, Firmware-Updates und Störungsmeldung — so sind Stationen verschiedener Hersteller in ein einheitliches Backend integrierbar.
Das Bordladegerät (Onboard-Charger) sitzt im Fahrzeug und wandelt Wechselstrom (AC) aus Steckdose, Wallbox oder AC-Säule in den Gleichstrom um, den die Batterie braucht. Es bestimmt das Maximum beim AC-Laden: je nach Modell meist 3,7 – 22 kW. Eine stärkere Wallbox bringt erst einmal nichts weiter.
Beim DC-Schnellladen (CCS, HPC) und beim Megawattladen (MCS) wird das Bordladegerät umgangen — die Gleichrichtung geschieht in der Ladesäule. Genau deshalb schafft man dort 50 – 400+ kW bzw. mehrere Megawatt.
LadeGuide errechnet deine individuelle Ladestrategie
Kein manuelles Schätzen mehr! Hinterlege dein Fahrzeugmodell und erhalte exakte Werte für jede Ladekurve.
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