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Fiat Tris: Elektro-Nachfolger der Piaggio Ape kommt 2026 nach Europa

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Fiat Tris — dreirädriges Elektro-Nutzfahrzeug, vorgestellt auf der IAA Transportation 2026
Fiat Tris auf der IAA Transportation 2026 (Foto: Stellantis)

Als Piaggio die Produktion der klassischen Ape — dem kleinen Transportdreirad, das über Jahrzehnte die letzte Meile in Italien und weit darüber hinaus bediente — Ende 2024 einstellte, roch es nach Schluss. Nun übernimmt die Stellantis-Familie: Fiat Professional bringt mit dem Tris das erste dreirädrige Elektro-Nutzfahrzeug der Marke. Technisch auf Basis des Fiat Topolino gebaut, als moderner Nachfolger der Ape konzipiert — und mit einem Start 2026 zunächst in Italien, später in weiteren europäischen Märkten.

Vom Schwellenmarkt in die europäische Innenstadt

Ursprünglich gedacht für Afrika und den Nahen Osten, debütierte der Tris auf der Brüssel Motor Show im Januar 2026. Produziert wird er im marokkanischen Stellantis-Werk Kenitra — im selben Haus, in dem auch Fiat Topolino, Opel Rocks und Citroën Ami entstehen. Von dort kommt er auch nach Europa.

Technische Daten & Varianten

Der Tris basiert auf der Technik des Fiat Topolino — und setzt genau dort an, wo die Ape immer aufgefallen ist: kompakt, wendig, mit einer kräftigen Nutzlast. Je nach Ausführung (Pick-up, offene Pritsche oder Fahrgestell für individuelle Aufbauten) bringt er bis zu 540 kg Nutzlast mit; die Ladefläche fasst rund 2,25 m² — genug für eine Europalette.

Wert LadeGuide-Angabe
Antrieb 48-Volt-Elektromotor, 9 kW (12 PS) Spitzenleistung, 45 Nm Drehmoment
Batterie 6,9 kWh Lithium, Ladung über integriertes 1,6-kW-Onboard-Ladegerät an der Haushaltssteckdose
Reichweite bis zu 90 km (nach WMTC-Zyklus)
Höchstgeschwindigkeit 45 km/h (L5e-B-Kategorie, fahrbar mit Klasse AM)
Nutzlast bis zu 540 kg bei 1.025 kg zulässigem Gesamtgewicht
Abmessungen 3,17 m × 1,49 m × 1,80 m, Wendekreis 3,05 m
Preis in Italien ab 6.950 € netto (europäische Preise noch offen)

Laden an der Haushaltssteckdose — die LadeGuide-Einordnung

Der Tris lädt über das integrierte 1,6-kW-Onboard-Ladegerät an einer normalen Haushaltssteckdose. Eine Volladung dauert damit rund 4 Stunden und 40 Minuten; für den täglichen Betrieb ist der 80-%-Zyklus (rund 3,5 Stunden) relevanter. Wallbox- bzw. 11-kW-Laden ist nicht vorgesehen — der 1,6-kW-Strombezug am 230-V-Netz passt exakt zum AC-Lade-Begriff, den wir in unseren Artikel zu Ladearten und Steckern ausführlich erklären.

Praxis-Tipp für Fuhrparks

Mit 1,6 kW und rund 4 Stunden 40 Minuten für eine Volladung am Haushalt-Netz ist der Tris ein Nacht- bzw. Tageslader: Wer morgens loslegen will, plant über das Ladezeitfenster. Für gewerbliche Fuhrparks ist die Ladesteckdose als klar definierter Punkt vorteilhaft — die Wallbox-Standardisierung (Typ 2, 11 kW) ist hier nicht relevant.

Marktstart und Preis

In Italien startet der Tris ab 6.950 Euro netto. Der europäische Markteintritt ist für 2026 angesetzt — zuerst Italien, dann weitere Märkte. Ein präziser Termin sowie die europäischen Listenpreise stehen noch aus; Fiat will das Dreirad in Europa vor allem an gewerbliche Nutzer in engen Innenstädten vermarkten.

Neue E-Mobilität, neue Ladepunkte — wir bleiben dran

Der Fiat Tris ist erst der Anfang: Weitere Last-Mile-Elektrofahrzeuge mit ähnlichen Ladebedürfnissen kommen nach. Wir beobachten, was für den Ladepunkt praktisch relevant ist, und fassen es zusammen.

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Quellen

  1. Fiat Professional (Pressemitteilung, Januar 2026): „FiatPro Micromobility Revolution – 1st 3-Wheeled Electric Vehicle“ — fiat.com/professional
  2. Fiat Welt (Neuheiten): „Vision Mikromobilität — Topolino, Tris, Multiplina“ — fiat.de/fiat-welt
  3. heise autos, Florian Pillau (09.01.2026): „Elektro-Kleinsttransporter Fiat Tris: Lokal emissionsfrei, bienenfleißig“ — Technik-Daten (9 kW Spitze, 6,9 kWh, 90 km WMTC, 45 km/h, 540 kg, 3,17 m, 3,05 m), 80 % in 3,5 h, keine Wallbox — heise.de
  4. meinAuto.de, News vom 16.09.2026: „Fiat Tris kommt nach Europa — Elektro-Dreirad tritt das Erbe der Piaggio Ape an“ — meinAuto.de — Marktstart, Varianten, Preis